Dieses Jahr führte die Busfahrt des Heimatvereins am ersten Sonntag im September zunächst zum ehemaligen Zisterzienserinnenkloster in Brenkhausen bei Höxter. Die teilweise 700 Jahre alten Gebäude beherbergen heute den Amtssitz des Generalbischofs der Koptisch-Orthodoxen Kirche. Bischof Anba Damian begrüßte persönlich die Gäste und lud zu einem Rundgang durch die restaurierten Klosteranlagen und die Welt des koptischen Christentums ein.

Sein Vortrag über die 2000-jährige Geschichte der koptischen Kirche spannte den Bogen von den Anfängen in Ägypten bis zu dem heutigen deutschen Zentrum in Brenkhausen. Umrahmt waren die Ausführungen von zahlreichen holzgeschnitzten Kunstwerken und großflächigen Wandmalereien, die man überall auf den sanierten Lehmwänden vorfindet. Auch verstand es Bischof Anba Damian, den umfangreichen Stoff seines Vortrags konzentriert und mit Humor zu vermitteln und dabei in eine kurze Andacht einzuflechten, in der die Herster Besucher bekannte Kirchenlieder text- und melodiesicher beisteuerten.

Bei dem anschließenden Gang durch die geräumige Klosteranlage, die heute als ökumenisches , soziales und kulturelles Zentrum genutzt wird, konnte man die in traditioneller Lehmbauweise aufwendig restaurierten Wände und Holzdecken bestaunen und eine Bibelausstellung besuchen.

Der zweite Teil der sonntäglichen Unternehmung führte nach Fürstenberg, wo die Teilnehmer sich im Schloss bei Kaffee und Kuchen stärkten. Das sonnige Wetter lud zu einem Spaziergang ein, man konnte den Blick über das Wesertal schweifen lassen, das Museum in neuen Räumlichkeiten im Schloss besuchen oder sich im Werksverkaufsladen der Manufaktur umsehen.